Die besten Super-Bowl-Werbespots aller Zeiten: Zwölf Klassiker, die Popkultur wurden

Der Super Bowl zählt ohne jeden Zweifel zu den größten Werbeereignissen der Welt: Die Halftime-Spots sind längst ein eigenes Popkultur-Format, die TV-Werbeplätze zählen zu den teuersten der Welt. Anlässlich des diesjährigen NFL-Finales am 9. Februar 2026 lohnt sich daher ein Blick auf jene Spots, die in der inzwischen 59-jährigen Geschichte des Großevents ganz besonders im Gedächtnis geblieben sind – von frühen Klassikern, die den Standard gesetzt haben, bis zu neueren Kampagnen, die das Genre augenzwinkernd weiterdenken. 

    Apple: „1984“ (1984)

    In einer dystopischen, an George Orwells Roman „1984“ angelehnten Bildwelt inszeniert Regisseur Ridley Scott den Macintosh als Gegenentwurf zur grauen Uniformität der Computerwelt. Der Spot kulminiert in der ikonischen Szene, in der Athletin Anya Major den Bildschirm des allmächtigen „Big Brother“ sprengt – begleitet von der Botschaft, dass 1984 nicht wie „1984“ werden müsse.
     

      

    Budweiser: „Wassup?“ (1999)

    Drei Sekunden reichen, um Geschichte zu schreiben: „Wassup?“, das Begrüßungsritual von fünf Freunden, wurde zum Running Gag, vielfach nachgemacht und parodiert – und der Spot von Budweiser damit zu einem der Super-Bowl-Momente, die man auch Jahre später noch sofort erkennt.
     

    Reebok: „Terry Tate – Office Linebacker“ (2003)

    Football trifft Büroalltag: „Terry Tate“, gespielt von Lester Speight, sorgt als knallharter Office-Linebacker dafür, dass im Job alle Regeln eingehalten werden – wer trödelt, wird getackelt. 
     

    FedEx: „Cast Away“ (2003)

    FedEx nimmt sich den Film „Cast Away“ vor und spielt die berühmte Paket-Idee zu Ende: Ein Zusteller liefert nach Jahren auf einer einsamen Insel endlich das mysteriöse Paket ab und fragt die Adressatin, was eigentlich drin war. Die Antwort ist die Pointe des Spots – etwa ein GPS, ein Wasserfilter oder Angelzubehör – also genau das, was das Überleben auf der Insel wesentlich leichter gemacht hätte. 
     

    Snickers: „You’re Not You When You’re Hungry“ (2010)

    Auf einem matschigen Footballfeld sorgt ein Teamkollege mit Fehlpässen für Chaos – bis klar wird, dass anstelle eines muskelbepackten Spielers plötzlich Betty White im Trikot steckt. Ein Snickers später ist die Welt wieder in Ordnung. Der Spot wurde zum Startschuss einer Kampagne, die das Unternehmen über die Jahre mit immer neuen prominenten Gesichtern weitergesponnen hat.
     

    Google: „Parisian Love“ (2010)

    Die ungewöhnlich reduzierte Geschichte von „Parisian Love“ entsteht über eine Reihe von Google-Suchanfragen, die sich von harmlosen Reise- und Alltagsfragen zu immer persönlicheren Momenten verdichten.
     

    Volkswagen: „The Force“ (2011)

    Mini-Darth-Vader, große Wirkung: Ein Kind im Darth-Vader-Kostüm versucht mit ausdrucksstarker Ernsthaftigkeit, seine „Macht“ zu aktivieren – am Hund, am Laufband, an allem, was ihm vor die Maske kommt. Erst vor dem Passat des Vaters scheint es dank Fernbedienung plötzlich zu funktionieren. 
     

    Chrysler: „Imported from Detroit“ (2011)

    Der Spot verknüpft Chrysler bewusst mit Detroit und stellt die Stadt als Symbol für Industrie, Handwerk und Durchhaltewillen in den Mittelpunkt. Anders als viele Super-Bowl-Spots, die auf schnelle Pointen setzen, nutzt die Automarke die Bühne des Großevents für einen ernsthaften Imagefilm und damit für eine klare Markenpositionierung.
     

    Tide: „It’s a Tide Ad“ (2018)

    Tide „kapert“ in kurzer Zeit verschiedenste Werbewelten, vom Auto- über den Bier- bis hin zum Luxus-Spot, und erklärt: Sobald ein Hemd, Kleid oder Anzug auffällig sauber aussieht, kann es nur eine Erklärung geben – das ist eigentlich eine Tide Ad.
     

    The Farmer’s Dog: „Forever“ (2023)

    In nur 60 Sekunden begleitet man ein Mädchen und ihren Labrador durch verschiedene Lebensphasen – Kindheit, Erwachsenwerden, Auszug, Familie – bis ins Alter des Hundes. Untermalt wird das Ganze vom Song „Forever“ von Lee Fields; der Spot war die erste Big-Game-Werbung der Marke und gewann unter anderem den „USA Today Ad Meter“.
     

    Hellmann’s: „When Sally Met Hellmann’s“ (2025)

    Hellmann’s holt den Kultmoment aus „When Harry Met Sally“ zurück: Meg Ryan und Billy Crystal sitzen wieder im legendären Deli, nur diesmal sorgt ein Sandwich mit Mayo für euphorische Reaktionen – Cameo von Sydney Sweeney inklusive.

    Stella Artois: „David & Dave“ (2025)

    David Beckham erfährt, dass er einen Zwillingsbruder hat und trifft in den USA prompt auf den „anderen David“, gespielt von Matt Damon. Dass beide Stella Artois trinken, schweißt sie schließlich zusammen – und lässt die Marke sowohl britisch-ikonisch als auch amerikanisch-popkulturell anschlussfähig wirken.

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